Hüftendoprothetik

 

Die Ziele der endoprothetischen Versorgung eines Hüftgelenkes sind allen voran Schmerz­freiheit sowie die Wiedererlangung der Mobilität durch Wiederherstellung der Anatomie und der Biomechanik (CCD-Winkel, Anteversion, -torsion, Drehzentrum, Offset und Beinlänge). Um diese Ziele realisieren zu können existieren eine ganze Reihe an Implantaten auf dem Markt. Eine solide Fixation ist für das Langzeitüberleben des Implantats entscheidend. Dabei ist eine individuelle Entscheidung der Verankerung des Implantats (zementiert versus zementfrei)  außerordentlich wichtig.

Für die Rekonstruktion der Hüftgeometrie gibt es eine ganze Reihe an Optionen wie zum Beispiel: verschiedene Pfannen, Standard und lateralisierte Schäfte, verschiedene Kopfgrößen aus Metall und Keramik mit unterschiedlichen Halslängen sowie Offsetadapter und Inserts (PE / Keramik). Es liegt nahe, dass eine adäquate präoperative Planung für den Erfolg der Operation immens wichtig ist. Inzwischen gibt es die Möglichkeit einer 3D templating der Implantate.

Eine korrekte Rekonstruktion des Offsets ist entscheidend für die Funktionsfähigkeit der pelvitrochantären Muskulatur. So ist eine suffiziente Glutealmuskulatur ist wichtig für die Beckenstabilität während des Phasenwechsels und dient dem sicheren Schutz vor Luxationen.

Für die Fixation der Implantate stehen zur Zeit die Möglichkeiten einer zementfreien, teilzementierten (hybrid) oder vollzementierten Implantationstechnik zur Verfügung.