Knieendoprothetik

 

Die Ziele der endoprothetischen Versorgung eines Kniegelenkes sind Schmerzfreiheit, Wiedererlangen der Mobilität durch Wiederherstellung der Gelenkfunktion und der Biomechanik unter Erhaltung von intakten Strukturen. Bei uni- oder bikompartimenteller Arthrose gibt es die Möglichkeit eines Teilgelenkersatzes. Eine solide Fixation und eine optimale Krafteinleitung ist essentiell für die Langlebigkeit des Implantats.

Ob dabei eine neutrale mechanische Beinachse oder eine konstitutionelle Beinachse erreicht werden soll ist bis heute nicht abschließend geklärt.

Die korrekte Positionierung des Implantats (Ausrichtung in anterior-posterior, medio-lateral und Rotation) ist enorm wichtig. Eine präoperative Planung erleichtert die Entscheidungsfindung des Operateurs hinsichtlich der Resektion, Präparation und Auswahl der Implantate.

Bei der endoprothetischen Versorgung wird nicht nur das Gelenk künstlich ersetzt, sondern die noch funktionierende Biomechanik grundlegend verändert. Um diese soweit wie möglich zu minimieren, bedarf es umfangreicher Kenntnisse der Anatomie, der Biomechanik und der Kinematik des Gelenkes.

Die neuen Erkenntnisse hinsichtlich der Kinematik des Kniegelenkes hat es dazu geführt, dass die Prothesen immer weiter verbessert wurden (Pivot Knee, mobile bearing Kniesysteme, gender knee etc.).

Unabhängig davon ist eine präzise Implantation der Garant für den Erfolg der Operation und der Patientenzufriedenheit. Um diese Ziele erreichen zu können gibt es Navigationssysteme und Fräsroboter. Neben der präzisen Implantation ist das Weichteilbalancing/-management der Schlüssel zum Erfolg.